Die Geschichte des Bendestorfer Reitvereins Kleckerald e.V.

Seit über 50 Jahren gehört unser Verein zu den festen Größen im Reitsport des Landkreises – und wir blicken mit Stolz auf eine bewegte und lebendige Vereinsgeschichte zurück. Sie berichtet von sportlichen Erfolgen, besonderen Ereignissen, Herausforderungen und Veränderungen, die unseren Verein über Jahrzehnte geprägt haben.Vor allem aber erzählt sie von den vielen Menschen, die sich mit Herzblut ehrenamtlich engagiert haben, und von den Pferden, die uns über all die Jahre begleitet haben. Ohne ihren Einsatz und ihre Treue wäre unser Verein nicht das, was er heute ist: eine Gemeinschaft, die die Freude am Pferdesport, die Liebe zu den Pferden und die Förderung des Nachwuchses lebt.

Doch eine Chronik ist niemals vollständig – auch unsere nicht. Manche Erinnerungen wurden überliefert, andere sind im Laufe der Zeit verblasst oder leider verloren gegangen. Deshalb freuen wir uns über jede Ergänzung. Hast du noch alte Fotos, Zeitungsartikel, Turnierprogramme, Urkunden oder andere Erinnerungsstücke rund um unseren Verein? Oder möchtest du persönliche Erlebnisse und Geschichten mit uns teilen? Dann freuen wir uns sehr über deine Unterstützung. Jede Information hilft dabei, die Geschichte unseres Vereins zu bewahren und für kommende Generationen noch vollständiger zu erzählen.

Schreib uns gerne an info@brvk.de.

Wir bedanken uns herzlich bei Christine Frauchiger, Nils Meschkat und Sebastian Hopp, die mit ihren Erinnerungen, Informationen und Unterlagen einen wertvollen Beitrag zur Vervollständigung dieser Chronik geleistet haben.

 

1972

Bereits in den 50er Jahren gründete sich der Reit- und Fahrverein Bendestorf.

Dieser ursprüngliche Verein war eng verbunden mit dem 1. Vorsitzenden Rudolf Neubecker, der den Reitbetrieb auf dem späteren Klennerhof in Bendestorf führte. Im Vorstand waren u. a. der Alt-Bendestorfer Rudolf Thiemann und (wenn die Erinnerungen korrekt sind) Rudolf Bargmann, mit seinen Kutschenpferden. Rudolf Neubecker selbst war Pferdehändler und ehemaliger Kavallerist. Er hat sowohl die Schulpferde zur Verfügung gestellt, als auch regelmässig qualifizierten Unterricht erteilt. Der Verein war nicht primär kommerziell ausgerichtet. Für die Kinder und Jugendlichen  begann meißt der erste Kontakt mit Pferden beim Voltigieren – eine Tradition, die bis heute das Vereinsleben prägt.

Anlässe wie z.B. Pferdeweihnachten auf dem Schulhof und Kranzniederlegungen am Totensonntag war dieser Reitverein sehr im Dorfleben präsent. Für den Umzug zum Dorfjubiläums 1970 kam sogar die Postkutsche noch einmal zum Einsatz.

1972 wurde dann der zweite Verein Reit- und Fahrverein Kleckerwald (RFVK) in Bendestorf gegründet– der sich dann 1983 in den heutigen  Bendestorfer Reitverein Kleckerwald (BRVK) umbenannte. Die Gründung des RFVK verlief nicht ohne Diskussionen. Aus heutiger Sicht mag es ungewöhnlich erscheinen, dass sich in einem Ort gleich zwei Reitvereine entwickelten. Damals spiegelte dies jedoch die unterschiedlichen Vorstellungen und Ziele der Gründungsmitglieder wider. 

Am 20. und 21. Mai 1972 fand in Bendestorf das 16. Reit- und Fahrturnier statt und wurde ausgerichtet vom Bendestorfer Reit-und Fahrverein e.V.. Das umfangreiche Turnierprogramm umfasste Dressur-, Spring-, Jugend- und Mannschaftsprüfungen und lockte zahlreiche Reiterinnen und Reiter aus der Region an. Die erhaltenen Turnierunterlagen dokumentieren nicht nur den sportlichen Ablauf, sondern auch den großen Einsatz vieler ehrenamtlicher Helfer, Richter, Sponsoren und Unterstützer, die gemeinsam den Grundstein für das Vereinsleben legten. Der legendäre Reiterball im „Schlangenbaum“ war ebenfalls sehr beliebt und ein festlicher Abschluß dieses Turniers.

Pferde vom Anfang bis zu dieser Zeit: Ausonius, Dorette, Duela, Fanny, Fedor, Goldspecht, Humberta, Juramode, Kabale, Liese, Lotte, Ofando, Panther, Pascha, Pepsi, Pico und viele weitere. Sie haben Generationen von Reiterinnen und Reitern begleitet und den Pferdesport in Bendestorf überhaupt erst möglich gemacht

1973

Die dürftige Aktenlage ergibt als nennenswerteste Information folgende Notiz aus dem Protokoll der Vorstandssitzung vom 09. November 1973:
„Der Verein beabsichtigt, sein Domizil von Bendestorf nach Harmstorf in der Samtgemeinde Jesteburg zu verlegen. Das Vereinsmitglied, Herr Heinrich Blohme, als Landwirt und Besitzer von Grundstücken will eine Reitanlage erstellen und an den Verein verpachten. Dies wird notwendig, da der Verpächter der Reithalle an der Harburger Straße 1 in Bendestorf nicht bereit ist, den ablaufenden Pachtvertrag mit der Happy Horse GmbH zu erneuern.“ Aus dem Umzugsplan ist bekanntlich nichts geworden.

1974

Das Jahr 1974 brachte für den noch jungen Reit- und Fahrverein Kleckerwald wichtige Weichenstellungen. Nachdem Gründungsvater und 1. Vorsitzender Wilhelm Harms seinen gewerblichen Reitbetrieb nach Appelbüttel verlegt hatte, musste auch über den zukünftigen Vereinssitz entschieden werden. Auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 19. August 1974 fiel die Entscheidung in geheimer Wahl eindeutig zugunsten von Bendestorf. Von 84 stimmberechtigten Mitgliedern votierten 55 für Bendestorf und 24 für Appelbüttel, bei drei Enthaltungen und zwei ungültigen Stimmen. Gleichzeitig wurden die Mitgliedsbeiträge angepasst: Erwachsene zahlten künftig 10 Mark, Jugendliche 5 Mark pro Monat. Das Vereinsinventar war zu dieser Zeit noch überschaubar und bestand laut Protokoll aus einer Standarte (die bis heute noch genutzt wird), einem LKW, zwei Reitsätteln ohne Zubehör, einer Trense, einem weißen Reithalfter und zwei Voltigiergurten.

Auch sportlich war der Verein erfolgreich. Beim Vergleichsspringen zwischen dem Reit- und Fahrverein Bendestorf und dem Reit- und Fahrverein Kleckerwald beteiligten sich rund 50 Reiterinnen und Reiter. Die Mehrheit der Teilnehmer stellte der RFVK, dessen Reiterinnen und Reiter auch die meisten vorderen Platzierungen belegten. Die Veranstaltung hatte den Charakter eines Familienfestes und wurde von zahlreichen Vereinsmitgliedern mitgestaltet. Besonders in Erinnerung blieb die Vorführung einer Springquadrille sowie die Demonstration von Wilfried Arndt mit seinem Pferd Falstaff, der Hindernisse zeigte, wie sie sonst nur in Springprüfungen der Klasse M überwunden werden. Für die Durchführung der Veranstaltung stellte der Reit- und Fahrverein Bendestorf seine Reithalle und Pferde zur Verfügung, sodass insgesamt 35 Teilnehmer aus zwölf Vereinen starten konnten.

So zeigte sich bereits zwei Jahre nach der Gründung, dass der RFVK nicht nur organisatorische Herausforderungen meistern musste, sondern sich zugleich als engagierter und erfolgreicher Verein im regionalen Pferdesport etablierte.

 

1975

Zum ersten Ehrenmitglied des Vereins wird am 18. Februar Paul Klenner ernannt. Nach dem auf den Umzug des Ausbildungsbetriebs zurückzuführenden erheblichen Mitgliederrückgang des Jahres 1974 steigt die Mitgliederzahl – eine wohl einzigartige Steigerungsrate – von 133 auf 190 Vereinsangehörige (61 Erwachsene und 129 Jugendliche). Als Nachfolger für die erste Ausbilderin, Silke Schlüschen, wird Ulrich Schultz gewonnen, der sich über viele Jahre als Reitlehrer um den Verein verdient macht. Mit „Givond“ wird das erste vereinseigene Schulpferd angeschafft. Auf der Mitgliederversammlung am 9. April wird der spätere langjährige Sportwart Dietrich Schaade einstimmig zum Jugendwart gewählt.

Parallel dazu richtet der Bendestorfer Reit- und Fahrverein e. V. im Mai sein 19. traditionelles Pfingstturnier aus. Das über die Grenzen Bendestorfs hinaus bekannte Reit- und Springturnier lockt erneut zahlreiche Teilnehmer und Besucher an und wird von Bürgermeister Henry Rathjen in seinem Grußwort als Höhepunkt des Vereinslebens gewürdigt. Zum Programm gehören Dressur- und Springprüfungen verschiedener Leistungsklassen, Jugend- und Mannschaftswettbewerbe sowie ein Reiterkommers am Sonnabend und der große Reiterball im Hotel „Schlangenbaum“ am Sonntag. Die Turnierleitung übernimmt unter anderem Rudolf Neubecker, unterstützt von Dietrich Schaade, Horst Krause, Holger Heiland, Dieter de Brün und Eckhard Wierig.

1976

Der Verein besitzt jetzt vier Schulpferde, darunter die Schimmelstute „Taiga“, die über 15 Jahre lang als Reit- wie Kutschpferd einsatzfähig geblieben ist und von Paul Klenner ihr verdientes
Gnadenbrot erhalten hat. Im Protokoll der Jahreshauptversammlung heißt es: „Hinsichtlich der sportlichen Erfolge gab es leider keine nennenswerten Ergebnisse, und wir hoffen, dass sich dies im Jahre 1977 ändern wird.“ Zum ersten Mal wird eine Mannschaft zum (damals noch jährlich stattfindenden) angesehenen Kreisstandarten-Wettkampf in der Vielseitigkeit nach Schätzendorf entsandt.

1977

Elisabeth Mölck wird ohne Gegenstimme zur Schriftführerin gewählt, in ein Vorstandsamt, das sie 15 Jahre lang ausübt, wofür ihr der Verein 1992 mit der Ehrenmitgliedschaft dankt. Das
Pfingstturnier ist (laut Protokoll der Mitgliederversammlung 1978) „ein erfolgreiches Turnier und hat überwiegend ein positives Echo gefunden“. Der Vorstand bedankt sich „bei allen aktiven und mithelfenden Mitgliedern für die erstklassige Ausrichtung“. Der Verein besitzt 8 Schulpferde. Rudolf J. Langtim, krankheitshalber zurückgetretener 1. Vorsitzender, wird einstimmig zum Ehrenvorsitzenden gewählt.

1978

Das Pfingstturnier ist „wieder ein voller Erfolg und hat unserem Verein in Reiterkreisen einen guten Ruf und Namen verschafft“, bilanziert stolz der Vorstandsbericht. Die Reithalle wird vom Eigentümer um eine Stallgasse und eine Tribüne samt Casino erweitert; eine Flutlichtanlage ermöglicht die abendliche Nutzung des Außenplatzes.

1979

„Damit anfallende Gemeinschaftsarbeiten nicht wie in der Vergangenheit stets von denselben Personen verrichtet werden,“ beschließt die Mitgliederversammlung für alle aktiven Reiter fünf Pflichtstunden. „Für nicht geleistete Stunden muss ein Betrag von DM 10,- pro Stunde entrichtet werden.“ Der Kreismeisterschaft in der Jugend-Mannschafts-Dressur wird errungen von Stephanie Bull, Susanne Heitmann, Gaby Opitz, Sabine Schaade und 1980 erfolgreich verteidigt. Die Senioren-Mannschaft (Dietlinde Heitmann, Horst Krause, Dietrich Schaade, Erne Schaper) gewinnt die Bronzemedaille. Im November werden Dietlinde Heitmann, Manfred Mölck, Dietrich Schaade und Edzard Schaper Pokalsieger beim Mannschafts-Dressur-Wettkampf in Meinshof-Appelbüttel.

1980

Der Arbeitsdienstbeschluss des vorigen Jahres wird mit großer Mehrheit von der Mitgliederversammlung wieder aufgehoben. Das Jahr ist nach Einschätzung des Sportwarts „eines der erfolgreichsten Jahre in der Sportgeschichte unseres Vereins.“ Herausragender Erfolg unter den zahlreichen vorderen Platzierungen der Turnierreiter ist die Kreismeisterschaft im Springreiten von Sabine Schaade.

1981

Der Verein hat den Tod seines Ausbilders Karl August Linshöft zu beklagen. Auszug aus der Trauerrede des 1. Vorsitzenden Edzard Schaper: „Der Verein hat einen hoch qualifizierten Ausbilder verloren, einen Ausbilder von höchster Verlässlichkeit, der auch bei Schnee und Eis stets zur Stelle war, einen Ausbilder, der es verstand, auf Reiter und Pferd in liebenswürdigster Art rücksichtsvoll einzugehen. Vielen von uns war Karl August Linshöft zum Freund geworden. Wir werden ihn, der in ganz ausgeprägter Weise eine verehrenswerte Persönlichkeit war, sehr vermissen.“ Endlich gelingt es, den Kreisstandarten-Wettkampf zu gewinnen. Olaf Hübner, Siegfried Kirchhoff, Helga Ritter und Michael Scheck erhalten dafür als Dank des Vereins eigens geschaffene Pokale.

1982

Kreismeisterin im Springreiten bei den Jungen Reitern wird Sabine Behrens; die Silbermedaille in der Mannschafts-Dressur erringen Michaela Aeuckens, Anja Höter, Franziska Sluytermann von Langeweyde und Susanne de Wit. Bei den Junioren holen sich Stephanie Bull, Susanne Heitmann, Martina Kurth und Thorsten Röhr die Bronzemedaille. Sabine Schaade reitet bei der Deutschen Meisterschaft im Springreiten mit. Der Verein feiert sein zehnjähriges Jubiläum. Auszug aus der Festrede des Vorsitzenden Edzard Schaper: „Was aus dem heute vor zehn Jahren gegründeten Reit- und Fahrverein Kleckerwald geworden ist, kann sich sehen lassen.Der RFVK nimmt seine öffentliche Aufgabe, die ihm unser Staat durch die Zuerkennung der Gemeinnützigkeit erteilt, sehr ernst. Der RFVK ist nicht und will nicht sein ein Klub von Reichen oder reich gewordenen, die sich nur zur Bewältigung ihrer Statusprobleme ein Pferd halten. Der RFVK ist nicht und will nicht sein ein Klub von undisziplinierten Herren- oder Damenreitern, die im Kleckerwald Jagd auf unschuldige Spaziergänger machen.Ganz oben an in unserer Prioritätenliste steht die Jugendarbeit. Die Jugendlichen lernen in unserem Verein nicht nur korrektes Reiten und den liebevollen Umgang mit dem Pferd, sie lernen auch Sozialverhalten, in dem sie begreifen, dass es in einer harmonischen Gemeinschaft darauf ankommt, die geschriebenen und ungeschriebenen Spielregeln einzuhalten. Ich bin sicher, dass sich viele unserer jungen Mitglieder später dankbar daran zurückerinnern werden, dass sie bei sinnvoller Freizeitbeschäftigung unter der verständnisvollen Obhut der Familie Klenner und des Vereins eine schöne Jugendzeit erlebt haben.“

1983

Am 26. September verabschiedet eine außerordentliche Mitgliederversammlung die Neufassung der Vereinssatzung. Hauptzweck ist die Änderung des Vereinsnamens. Die Novellierung wird
gleichzeitig auch zur Korrektur der lücken- und fehlerhaften alten Satzung benutzt. Der Verein verfügt jetzt über eine Satzung, die nach Aussagen der Satzungsexperten der FN besser ist als deren Musterentwurf. Die Turnierleitung des Pfingstturniers, auf dem erstmals die Kreismeisterschaften im Springreiten ausgerichtet wurden, empfängt den offiziellen Dank und das ausdrückliche Lob des Kreisreiterverbands. Gerühmt wird nicht nur die exzellente Organisation, sondern auch die höchst angenehme Atmosphäre. Susanne Heitmann wird Kreismeisterin in der Dressur bei den Jungen Reitern. In der Mannschaftsdressur werden Michaela Aeuckens, Anja Höter, Doris Warncke und Sabine de Wit Kreisvizemeister.

1984

Bezirksmeisterin im Springen wird bei den Jungen Reitern Sabine BehrensSusanne Heitmann sichert sich den Titel der Kreismeisterin in der Dressur und Heinz Thissen wird Kreismeister der Senioren im Springen. Dem höchst aktiven Jugendwart Hark Aeuckens gelingt es zudem, die Jugendlichen zur Gestaltung gleich zweier Weihnachtszeitungen zu motivieren, die im Verein auf großen Anklang stoßen.

 

Ein weiterer wichtiger Meilenstein ist der Wiederaufbau der Voltigierabteilung: Nachdem Frau Reimann einige Monate wertvolle Vorarbeit geleistet hatte, übernimmt Brigitte Hopp im Herbst 1984 den Auftrag, die über Jahre unter Ausbildungsmängeln leidende Abteilung neu aufzubauen. Mit sechs Kindern und dem Voltigierpferd Susi beginnt der Unterricht. Als erste Hilfsausbilderin unterstützt Kerstin Muras die Arbeit, später stoßen Karin Leverenz, Sigrid Lederer, Iris Schaade, Stefanie Schädlich und Sebastian Hopp als weitere Hilfsausbilder hinzu.

1985

Gerhard Kapell, wird in das Amt des Kassenwarts, das er schon kommissarisch 1984 übernommen hatte, gewählt und übt es mit unvergleichlicher Gewissenhaftigkeit bis zu seiner 1992 erfolgenden Wahl zum 1. Vorsitzenden (und noch darüber hinaus) aus. Erstmals seit fünf Jahren steigen wieder die Einnahmen aus dem Reitbetrieb. Der Vorsitzende nennt die Namen von Brigitte Hopp und Erich Flügge als exemplarisch dafür, wie stark der Erfolg von der Person des Ausbilders abhängt.

1986

Die Arbeitsdienstpflicht wird mit 13 gegen 10 Stimmen bei vielen Enthaltungen wieder eingeführt. Das Pfingstturnier mit der Ausrichtung der Kreismeisterschaft im Springen erfährt wieder das ausdrückliche Lob und den besonderen Dank von Landeskommission und Kreisreiterverband. Die Springmannschaften erringen Siege in Winsen und Boberg.

1987

Das erste Voltigierturnier in der Geschichte des Vereins verläuft am 21. März zur vollsten Zufriedenheit der Teilnehmer, Richter und Ausbilder (Brigitte Hopp). Die weiteren Vereinsaktivitäten – Osterlehrgang, Heubodenball, Jugendlager, die von Herrn Flügge organisierten Ausritte, Reiterabzeichenprüfung, Herbstritt, Herbstturnier, Weihnachtsfeier, Grünkohlpartie, Skatturnier, Faschingsreiten (insbesondere von Corinna Hofmann und Herrn Flügge exzellent gestaltet) sowie jeden Dienstag und Donnerstag Kommers im Casino – veranlassen den Vorsitzenden zur rhetorischen Frage an die Mitgliederversammlung, welcher Reitverein vergleichbarer Größe wohl mehr auf die Beine stelle. Die Springmannschaft mit den Reitern Joachim Dohrmann, Anja und Orla Jasper, Sabine Schaade wird Kreismeister. Die erstmals durchgeführte Reiterpass-Prüfung bestehen alle elf Teilnehmer.

1988

Die Erfolge im Wettkampfsport sind, so heißt es in den Akten, „ … nicht sehr zahlreich … Wenn wir unsere Voltigierer nicht gehabt hätten, wäre die Trophäensammlung des BRVK … nicht größer
geworden.“ Corinna Hofmann, die sich bleibenden Ruhm erworben hat für die Bereicherung der traditionellen Weihnachtsfeiern um die beritten gespielten Märchen, studiert die Weihnachtsgeschichte zu Pferde ein und erntet mit ihren Darstellern wieder Begeisterung.

1989

Reinhard König wird ohne Gegenstimmen zum Sportwart gewählt. Beklagt wird im Vorstandsbericht, dass die Zahl der Turnierreiter nicht mit der Zahl der Mitglieder mitgewachsen ist. Der BRVK wolle aber unverdrossen mit seinen Anstrengungen für eine gute Grundausbildung fortfahren, die für den Breitensport so wichtig sei wie für den Leistungssport.

1990

In seinem Bericht vor der Mitgliederversammlung geht der Vorsitzende auch auf einen speziellen Aspekt des Vereinslebens ein. Im Protokoll heißt es: „Das Casino des BRVK sei maßgeblich an dem guten Klima und dem Zusammenhalt, also dem Erfolg des Vereins beteiligt. Es sei gar nicht hoch genug einzuschätzen, welches Glück ein Verein habe, wenn zu seinen aktiven Personen zählten, wie der BRVK sie in seinen beiden Wirtinnen habe. Umso schlimmer sei es, wenn ihnen ihr segensreiches Wirken schwer gemacht werde, indem ihnen nicht selten bergeweise Abwasch hinterlassen werde oder ihnen zugemutet werde, ewig auf die Begleichung von Schulden zu warten. Beide investierten nicht nur Zeit und Kraft, sondern auch Geldwertes, z. B. Benzinkosten etc. in ihre Arbeit, um ein möglichst gutes Ergebnis zu erzielen und die Preise niedrig zu halten. Umso bemerkenswerter sei der – er wolle es mal so bezeichnen – Schwund, d. h. nicht im Bonbuch Eingetragenes, oder die Tatsache, dass unbekümmert auch für Einzelpersonen die Heizung voll aufgedreht werde. Er könne hier nur dringend warnen: Das könne auf Dauer nicht gut gehen. Irgendwann verliere dann auch ein Mensch, den er schon mal öffentlich als zu gut für diese Welt bezeichnet habe (Eingeweihte wüssten, dass Margrit Schaade gemeint sei), die Lust und schmeiße womöglich hin.“

Das traditionelle, alle zwei Jahre stattfindende Pfingstturnier muss einmalig bereits eine Woche vor Pfingsten als „Frühlingsturnier“ ausgetragen werden, da am eigentlichen Pfingstwochenende in Brietlingen die Bezirksmeisterschaften stattfinden. Die Springmannschaft mit den Reitern Joachim Dohrmann, Kerstin Kohlmus und Marianne Gohde wird Kreisvizemeister, die zweite Mannschaft mit Claus-Heinrich Bohlmann, Peter Fries, Orla Jasper und Bernd Scheffler sichert sich die Bronzemedaille.

Ebenfalls im Jahr 1990 würdigt ein Zeitungsportrait Dietrich Schaade, der seit Jahrzehnten eng mit dem Pferdesport verbunden ist. Als erfolgreicher Vielseitigkeitsreiter errang er in Sarow (DDR) die Bezirksmeisterschaft und legte bereits neun Jahre zuvor die Amateurreitilehrerprüfung an der Deutschen Reitschule in Warendorf ab. Im Bendestorfer Reitverein Kleckerwald verantwortet er den Parcoursbau des Frühlingsturniers und setzt sich dabei besonders für die Förderung junger Pferde und des Reiternachwuchses ein. Neben seinem Engagement im Verein übernimmt er zudem das Amt des Jugend- und Sportwarts im Verband der Reit- und Fahrvereine des Landkreises Harburg. Sein Einsatz macht ihn zu einer der prägenden Persönlichkeiten des Vereins.

1991

Auf die immer wiederkehrende Frage, ob die immense Arbeit und die hohen Kosten für die Ausrichtung von Turnieren überhaupt zu rechtfertigen seien, antwortet der 1. Vorsitzende auf der Mitgliederversammlung laut Protokoll mit den Hinweisen: „1. auf die satzungsmäßige Verpflichtung zu leistungssportlichem Engagement, 2. auf die Rufpflege (und der Ruf unserer Turniere sei ein hervorragender!), 3. auf die gemeinschaftsstärkende Kraft der gemeinsamen Anstrengungen und nicht zuletzt auf die Erhaltung des Parcourbestands.“Dietrich Schaade, der auf seine ostelbischen Güter zurückgekehrt ist, wird zum Ehrenmitglied ernannt. Fünf Voltigier-Ausbilder unter der Leitung von Brigitte Hopp besuchen die Reitsportgemeinschaft im brandenburgischen Pritzwalk, den Heimatverein Dietrich Schaades, um Aufbauhilfe für die
Voltigierabteilung zu leisten.

1992

In seiner Schlussbilanz macht Edzard Schaper, der nach zwölf Amtsjahren nicht zu einer erneuten Wiederwahl zu überreden war, folgende Bemerkung zur allgemeinen Situation des Pferdesports: „Längst ist die ländliche Reiterei nicht mehr das, was sie mal war, als Landwirtschaft, Militär und Polizei noch Pferde brauchten. Die Quote der ernsthaften Turnierreiter ist längst nicht so gestiegen wie die Mitgliederzahlen. So geht es nicht nur unserem Verein sondern so gut wie allen anderen auch. Die Reitsportbürokraten in Warendorf und Hannover aber kümmern sich so gut wie gar nicht um diese keineswegs immer schweigende Mehrheit, bieten den an der Basis arbeitenden Verantwortlichen kaum eine Hilfe. Für unsere engere Heimat könnte sich eine Entwicklung verstärken, in der Luhmühlen und Sieversen sowie einige professionelle und halb professionelle Privatställe die alleinigen Träger des Leistungssports werden.“ Gerhard Kapell wird auf Vorschlag des Ausscheidenden ohne Gegenstimmen zum neuen 1. Vorsitzenden gewählt. Aus Anlass der besonderen Zäsur in der Vereinsgeschichte werden Auszeichnungen verliehen: So erhält Otto Röhr, der – obwohl nicht Mitglied – den Verein von Kindesbeinen seines Sohnes an auf tatkräftigste und liebenswürdigste Weise unterstützt hat, das Silberne Vereinsabzeichen; die unermüdlichen Casino-Wirtinnen Margrit Schaade und Erne Schaper und der großzügige Mäzen Werner Künzer werden zu Ehrenmitgliedern, Edzard Schaper zum Ehrenvorsitzenden ernannt.
Die Kreismeisterschaft im Mannschafts-Springen erringen auf eigenem Platz Joachim Dohrmann, Peter Fries, Orla Jasper und Franziska Sluyterman von Langeweyde.

1993

Die Kreismeisterschaft wird in Vaensen von Anja und Orla Jasper, Carola Meyer-Herrmann und Bernd Scheffler erfolgreich verteidigt. Auf den Dorffesten in Bendestorf ist der Verein wie stets mit einem Beitrag vertreten; dieses Mal hat Reinhard König eine Quadrille einstudiert, die viel Beifall erntet. Erstmals in der Vereinsgeschichte wird – und möge das nie wieder nötig sein! – ein Mitglied wegen grob vereinsschädigenden Verhaltens ausgeschlossen.

Auch die Voltigierer sorgen in diesem Jahr für einen besonderen Erfolg. Die C-Gruppe des BRVK gewinnt in Meckelfeld die Kreismeisterschaft. Zum erfolgreichen Team gehören Tanja und Stefanie Schädlich, Hanno und Inga Plate, Maraike Tschierschke, Albe-Lena Jepsen, Jennifer Kiesau, Simone Schindler und Carolin Bülow unter der Leitung ihrer Voltigiertrainerin Brigitte Hopp. Bemerkenswert ist dieser Titel auch deshalb, weil die Mannschaft im gesamten Jahr nur an vier Voltigierturnieren teilgenommen hat. Da das vereinseigene Voltigierpferd vorübergehend nicht einsatzfähig ist, stellt der Reitverein Nenndorf bereits zum zweiten Mal sein Pferd Addison zur Verfügung und ermöglicht damit überhaupt erst den Start bei den Meisterschaften.

1994

Wiebke Weseloh, die 25 Jahre alte Kassenwartin des Vereins, verunglückt tödlich. Im Kondolenzschreiben des Vorstands an die Familie heißt es unter anderem: „Ihre kompetente und engagierte Mitarbeit im Vorstand, ihr trotz ihrer Jugend überlegtes, kluges Handeln haben ihr sehr hohes Ansehen bei allen Mitgliedern verschafft. Wiebke hat sich um den Bendestorfer Reitverein verdient gemacht.“

1995

Bei den Bezirksmeisterschaften der Vielseitigkeitsreiter wird Inga Plate Vizemeisterin der Junioren, Claus-Heinrich Bohlmann wird Bezirks-Vizemeister im Springen. Der 1. Vorsitzende Gerhard Kapell, der „unwiderruflich zum letzten Mal“ kandidiert und ohne Gegenstimmen wiedergewählt wird, berichtet der Mitgliederversammlung unter anderem Folgendes: „Unser Verein ist wiederum etwas gewachsen, er zählte am 1. Januar 324 Mitglieder, davon sind 80% weiblich. Die jungen Mitglieder bis 21 Jahre machen 46% aus, davon sind fast 93% weiblich. Die Senioren von 22—50 Jahren stellen 41%, hiervon sind immerhin noch 62% weiblich. Erst bei den über 50jährigen (13%) sind die Männer mit 56% in der Überzahl. Wir liegen nun hinter Luhmühlen und Sieversen an dritter Stelle im Landkreis, aber an erster Stelle mit der Zahl der jugendlichen Mitglieder. Dass unser Verein für Jugendliche so attraktiv ist, liegt einmal an der Qualität der Grundausbildung im Reiten und Voltigieren und sicher auch an den pädagogischen Fähigkeiten unserer Übungsleiter, die es verstehen, die Kinder und Jugendlichen für den Pferdesport zu begeistern.“

1996

Beim Pfingstturnier werden 1200 Nennungen in 19 Prüfungen erfolgreich bewältigt. Die Eigentümer der Reitanlage beschließen den Bau einer zweiten, großen Reithalle neben der alten Halle. Seit der Fertigstellung ist das Dauerproblem der Konkurrenz um Hallenzeiten zwischen Schulreitern und freien Reitern endgültig gelöst.

1997

Auf der Mitgliederversammlung macht der 1. Vorsitzende Gerhard Kapell unter anderem folgende Bemerkung: „Es ist mir daher eine Ehre und Freude, Ihnen mitzuteilen, dass der Vorstand beschlossen hat, Paul Klenner das Goldene Abzeichen und Reinhard König das Silberne Abzeichen zu verleihen.“ Rechtzeitig zur Drucklegung dieser Festschrift werden Claus-Heinrich Bohlmann, Joachim Dohrmann, Orla Jasper und Bernd Scheffler Kreismeister im Mannschafts-Springen und Felix Stüvel belegt den 7. Platz bei der Landesmeisterschaft im Springreiten. 

 

1997 steht ganz im Zeichen des 25-jährigen Vereinsjubiläums. Das Herbstturnier wird als großes Jubiläumsturnier ausgerichtet und von zahlreichen Grußworten aus Politik und Sportverbänden begleitet. Bürgermeister Bernd Wegener würdigt den BRVK als festen Bestandteil des Bendestorfer Gemeindelebens und hebt die überregionale Bedeutung der Reitturniere hervor. Auch der Kreissportbund sowie der Verband der Reit- und Fahrvereine gratulieren und betonen den familiären Charakter der Bendestorfer Turniere.

In einer Festschrift bedankt sich der Vorstand ausdrücklich bei den vielen ehrenamtlichen Helfern, den Betreibern des Casinos sowie den zahlreichen Sponsoren. Dabei wird deutlich gemacht, dass Veranstaltungen dieser Größenordnung nur durch das außergewöhnliche Engagement der Mitglieder und Unterstützer möglich sind.

Neue Wege geht der Verein auch in der Nachwuchsarbeit. Das Projekt „Reiten und Voltigieren in der Schule“, das seit 1994 gemeinsam mit der Realschule Hittfeld durchgeführt wird, entwickelt sich erfolgreich weiter. Mit Unterstützung von Reinhard König erhalten zahlreiche Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, den Reitsport kennenzulernen. Das Projekt wird als wichtiger Beitrag zur Bewegungsförderung, Persönlichkeitsentwicklung und Verantwortungsübernahme junger Menschen beschrieben.

Auch die Voltigierer setzen ihre Erfolgsgeschichte fort. Sie gehören inzwischen zu den erfolgreichsten Sparten des Vereins. Die D-Gruppe gewinnt die Kreismeisterschaft und steigt in die C-Gruppe auf. Beim vereinseigenen Turnier am 2. Juni 1997 belegen sowohl die D- als auch die C-Gruppe jeweils den zweiten Platz.

Ein besonderes Kapitel der Festschrift widmet sich außerdem der legendären „Kochlöffel-Abteilung“. Mit viel Humor wird die Entstehung der Mittwochvormittags-Reitgruppe unter Reitlehrer Erich Flügge erzählt. Aus den ersten Longenstunden zweier voltigierender Mütter entwickelte sich eine feste Reitgemeinschaft, deren gemeinsame Ausritte, Wanderritte, Faschingsfeiern und unvergesslichen Erlebnisse beispielhaft für den starken Zusammenhalt und die familiäre Atmosphäre im Verein stehen.

1998

Auf der Mitgliederversammlung findet ein „Generationenwechsel“ im Vorstand statt. Insgesamt sieben Vorstandsämter werden neu besetzt, darunter auch das Amt des ersten Vorsitzenden und des Sportwarts. Der bisherige erste Vorsitzende Gerhard Kapell geht nach 14 Jahren Vorstandsarbeit in den wohlverdienten Ruhestand und wird von der Mitgliedschaft zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Neuer erster Vorsitzender wird Volker Thiebach. Reinhard König hat sich als Sportwart neun Jahre lang mit Umsicht und großem Einsatz um die sportlichen Belange des Vereins gekümmert. Seine Nachfolge tritt Sabine Blöck an. Und noch eine „Ikone“ tritt ab: Erne Schaper, die über 20 Jahre mit großem Erfolg das Casino geleitet hat, übergibt ihre Aufgaben ebenfalls in jüngere Hände .Der „junge“ Vorstand besteht seine erste Bewährungsprobe: Die Organisation des Pfingstturniers 1998 erhält viel Lob und auch sportliche Erfolge können verzeichnet werden. So belegt der BRVK den ersten und den dritten Platz bei der Kreismeisterschaft im Springreiten. Carmen Thissen, Christoph Blohme, Claus-Heinrich Bohlmann und Felix Stüvel gehören der siegreichen Mannschaft an. Den dritten Platz erringt das Team aus Sarah und Sina Möller, Inga Plate und Axel Beyer.

1999

Die Fahrergruppe hat viel auf die Beine bzw. Kutsche gestellt: u.a. Klönabende, Trainingstage, Abzeichenlehrgänge und ein Fahrturnier. An Letzterem gehen 50 Gespanne an den Start. Sportliche Erfolge – auch auswärts – verbuchen Fahrwart Hans Armbrecht und Friedrich „Fritz“ Lohse mit ihrer Kutsche.Aber auch die sonstigen Vereinsangebote können sich sehen lassen: Kinderfreizeit, Spring- und Dressurlehrgänge, Erste Hilfe Kurs, Fahrt zur Hengstparade, Skat- und Kniffelturnier, Grünkohlparty, Herbstturnier und Weihnachtsfeier werden veranstaltet. Der erste Vorsitzende Volker Thiebach berichtet: „Leider musste manches mangels Interesse wieder abgesagt werden – schade.“ Auch in den folgenden Jahren wird es immer schwerer werden, die Mitglieder für gemeinsame Veranstaltungen zu begeistern.

2000

Auf dem Reitertag im Herbst wird erstmals auch ein Vereinsmeister der Schulreiter ermittelt. Sieben Schulreiterinnen nehmen an den zwei Teilprüfungen teil (Einfacher Reiterwettbewerb und
Geschicklichkeitswettbewerb). Erste Vereinsmeisterin der Schulreiter wird Jana Göing auf Eigaa. Reitlehrerin Janny Gohde organisiert zudem ein Schulpferdeturnier, zu dem die Schulreiter aus dem Vaensener Verein eingeladen werden. 37 Reiter nehmen an insgesamt 7 Prüfungen teil. Das Interesse bei Freunden und Verwandten der Schulreiter ist riesig und die Stimmung über den ganzen Tag hinweg hervorragend.

2001

Die von Volker Thiebach geplante dreijährige Amtszeit ist um. Der erste Vorsitzende möchte eine „Auszeit“ nehmen. Da sich auf der Mitgliederversammlung kein Kandidat für den Posten des ersten Vorsitzenden findet, wird ein Notvorstand einberufen. Die Situation ist ernst: Wird bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung, die acht Wochen später einberufen wird, kein neuer erster Vorsitzender gefunden, muss der Verein aufgelöst werden. Im Zuge der Euroumstellung beschließen die Mitglieder eine Erhöhung der Jahresbeiträge auf 80 Euro für Erwachsene und 40 Euro für Jugendliche unter 18 Jahren. Vor dem Termin der außerordentlichen Mitgliederversammlung verstirbt plötzlich und unerwartet der bisherige Fahrwart Hans Armbrecht. Volker Thiebach führt die von Hans Armbrecht begonnene Vereinsgründung der Fahrer in Stelle fort und wird erster Vorsitzender der neuen Fahrsport-Gruppe Elbe-Geest e. V. mit Sitz in Stelle. Die außerordentliche Mitgliederversammlung beginnt mit einer Schweigeminute für Hans Armbrecht. Die Vereinsauflösung wird abgewendet: Ralf Schulz erklärt sich bereit, den ersten Vorsitz zu übernehmen und wird einstimmig gewählt. Im September geht die vereinseigene Homepage www.brvk.de online; bis zum Jahresende werden bereits rund 650 Zugriffe registriert.

Sportlich sorgt vor allem die Voltigierabteilung für zahlreiche Erfolge. Mit Longenführer Sebastian Hopp und dem neu ausgebildeten Voltigierpferd Tristan gewinnt die D-Gruppe bereits bei dessen erstem Turniereinsatz in Stade souverän den Wettbewerb. Im weiteren Saisonverlauf folgen weitere Siege in Celle und Brietlingen sowie ein dritter Platz bei den Bezirksmeisterschaften. Damit etabliert sich die Mannschaft endgültig in der Spitzengruppe ihrer Leistungsklasse.

Auch der Reitbetrieb entwickelt sich erfreulich. Erstmals gehen die Schulpferde während der Sommerferien für einen ganzen Monat gemeinsam auf die Weide, um sich vom intensiven Schulbetrieb zu erholen. Unter der Leitung von Reitlehrer Reinhard König werden sie von den Reitschülern auf ihre Sommerweide gebracht – eine Aktion, die große Aufmerksamkeit in der Presse findet.

Für besondere Anerkennung sorgt der verantwortungsvolle Umgang des Vereins mit seinen Schulpferden. Die an chronischem Husten leidende Schulpferdstute Eigaa wird aus dem Schulbetrieb genommen. Anstatt sie – wie häufig üblich – dem Schlachter zu überlassen, vermittelt der Verein sie für den symbolischen Kaufpreis von einer Mark an Dagmar Jarms und Marco Ehrhorn, die ihr auf einem Offenstall in Klecken ein neues Zuhause schenken.

Auch das Vereinsleben kommt nicht zu kurz. Beim Bendestorfer Dorffest beteiligt sich der Reitverein mit Vorführungen am abwechslungsreichen Programm. Den Jahresabschluss bildet erneut die beliebte Weihnachtsfeier, bei der Jugendliche unter der Leitung von Marianne Gohde ein humorvolles Weihnachtsprogramm mit Reit- und Ponyvorführungen gestalten. Weihnachtsmann, Nikolaus, Engel, Esel und Schaf sorgen für leuchtende Kinderaugen, und selbstverständlich erhalten am Ende auch die Pferde ihre wohlverdienten Weihnachtsgeschenke.

2002

Der Bendestorfer Reitverein Kleckerwald feiert sein 30-jähriges Bestehen. Das Jubiläum bildet den festlichen Rahmen des traditionellen Pfingstturniers, das sich erneut als sportlicher und organisatorischer Höhepunkt des Jahres erweist. Über 1.200 Nennungen und rund 500 Pferde sorgen für drei Tage hochklassigen Reitsport. Neben Dressur- und Springprüfungen bis zur Klasse M werden die Harburger Kreismeisterschaften ausgetragen. Ergänzt wird das Programm durch Voltigiervorführungen der vereinseigenen Gruppe, eine Friesenkutsche sowie zahlreiche weitere Attraktionen. Der Eintritt ist an allen Tagen frei.

Die professionelle Organisation des Turniers findet in der regionalen Presse große Anerkennung. Besonders hervorgehoben werden die familiäre Atmosphäre, die engagierten Helfer sowie die Arbeit von Organisationsleiterin Kerstin Falken, die mit rund 90 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern bereits Monate zuvor die Vorbereitungen koordiniert. Auch Pressewartin Sabine Stürmer und die vielen freiwilligen Unterstützer tragen maßgeblich zum Gelingen des Jubiläumsturniers bei.

Sportlich überzeugt das Turnier ebenfalls: Frido Matthies vom RFS Sieversen gewinnt mit La Digue das M-Springen im Stechen. Bei den Kreismeisterschaften werden hochklassige Leistungen gezeigt und zahlreiche Zuschauer verfolgen die spannenden Entscheidungen. Das Jubiläumsturnier gilt als voller Erfolg und bestätigt den hervorragenden Ruf des Bendestorfer Reitvereins weit über die Kreisgrenzen hinaus.

Im Vereinsleben kommt es jedoch zu ernsthaften Meinungsverschiedenheiten innerhalb des Vorstandes. In deren Folge tritt der 1. Vorsitzende Ralf Schulz von seinem Amt zurück. Auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung wird Gunter Mohr zum neuen Vorsitzenden gewählt.

Auch die Voltigierer blicken auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Bereits im April bestehen 16 Voltigiererinnen und Voltigierer den Basispass und/oder das Deutsche Voltigierabzeichen der Klassen IV und III. Im Sommer gelingt der D-Gruppe mit dem Wallach Apollo unter der Leitung von Birte Könecke der Aufstieg in die Klasse C. Beim Voltigierturnier in Brietlingen erreicht die Nachwuchsgruppe zudem einen hervorragenden 4. Platz unter 27 gestarteten Mannschaften.

Erfolgreich verläuft auch der Reitabzeichenlehrgang des Vereins. 27 Jugendliche und Erwachsene bestehen den Basispass sowie das Deutsche Reitabzeichen der Klassen IV und III. Die intensive Vorbereitung übernehmen Marianne Gohde und Peter Kirchhoff.

Ein weiterer Höhepunkt des Jahres ist der Reitertag am 20. Oktober 2002 auf der vereinseigenen Reitanlage am Kleckerwaldweg. Das abwechslungsreiche Programm umfasst Dressur- und Springprüfungen, eine Dressurprüfung der Klasse A mit Kür, den traditionellen Klecker-Dreikampf mit Springen, Ringstechen und Geschicklichkeitsparcours sowie Vorführungen der Voltigiergruppe unter Brigitte Hopp. Rund 65 Reiterinnen und Reiter nehmen an den Vereinsmeisterschaften teil. Besonders erfolgreich präsentieren sich Stefanie Hofmann mit One and Only, die beide Dressurprüfungen sowie die Dressur-Vereinsmeisterschaft gewinnt, Christina Scheck mit Nathan, die beide Stilspringprüfungen für sich entscheidet und Vereinsmeisterin der Springjunioren wird, Sigrid Duscha mit Caramba als Vereinsmeisterin der Springsenioren sowie Marianne Gohde mit Chantal, die die kombinierte Vereinsmeisterschaft gewinnt. Die Presse würdigt insbesondere die hohe Qualität der Wettbewerbe, die gelungene Kür-Dressur sowie die hervorragenden Leistungen des reiterlichen Nachwuchses.

Seit sieben Jahren ist Marianne Gohde („Janny“) als Reitlehrerin für den Verein tätig. 1995 übernimmt sie zunächst fünf Schulstunden. In den folgenden Jahren führt sie Lehrgänge zum Erwerb des Kleinen Hufeisens, später des Basispasses und der Reitabzeichen durch. Der von ihr ins Leben gerufene Schulreiterwettkampf zwischen dem BRVK und dem Reitverein Buchholz-Vaensen findet inzwischen jährlich statt. Darüber hinaus organisiert sie unter anderem das Faschingsreiten, lädt im Sommer zur beliebten „Janny’s Rallye für Reiter und Radfahrer“ ein und bereichert mit liebevoll gestalteten Aufführungen das Weihnachtsreiten sowie zahlreiche Vereinsfeiern und Jubiläen.

Im Herbst bereiten die jugendlichen Reitschüler ihrem langjährigen Förderer und Besitzer der Reitanlage Paul Klenner zu dessen 80. Geburtstag eine besondere Überraschung. Unter der Leitung von Marianne Gohde führen sie eine festliche Quadrille mit bunten Hüten, Schärpen und Bannern auf und überreichen dem Jubilar rote Rosen. Paul Klenner zeigt sich von dieser Ehrung sichtlich gerührt und bedankt sich herzlich bei den Beteiligten. Die Presse würdigt ihn zugleich als eine prägende Persönlichkeit des Reitsports in Bendestorf, dessen Reitanlage seit vielen Jahren das Zuhause des Vereins bildet.

Anlässlich des 30-jährigen Vereinsbestehens richtet der BRVK außerdem ein Sommerfest aus. Dabei werden langjährige Persönlichkeiten des Vereins gewürdigt. Zu den anwesenden Ehrenmitgliedern gehören die früheren Vorsitzenden Rudolf Langtim und Gerd Kapell sowie der damalige zweite Vorsitzende Paul Klenner, die gemeinsam auf drei Jahrzehnte Vereinsgeschichte zurückblicken.

Den stimmungsvollen Jahresabschluss bildet die traditionelle Weihnachtsfeier im Dezember. Das abwechslungsreiche Programm umfasst eine Quadrille der jugendlichen Reiter, eine Weihnachtsgeschichte, einen Kürritt der Dressur-Vereinsmeisterin Stefanie Hofmann mit One and Only, gemeinsames Singen sowie die Bescherung der Kinder und Schulpferde. Besonders die fantasievoll inszenierte Weihnachtsgeschichte mit den Figuren einer Maus, eines Krokodils und eines Elefanten findet große Anerkennung. 

2003

Das Jahr beginnt mit einem Blick über den eigenen Verein hinaus: Ein ausführlicher Pressebericht über den wachsenden Reitsport im Landkreis stellt auch den Bendestorfer Reitverein Kleckerwald und seine Ausbildungsmöglichkeiten vor. In der Halle weist Ausbilderin Frauke Leopold Reitanfänger in die Grundlagen des Reitens ein. Der Bericht macht deutlich, wie sehr sich der Reitsport in der Region inzwischen entwickelt hat und dass neben Kindern und Jugendlichen zunehmend auch Erwachsene den Weg aufs Pferd finden.

Fröhlich geht es beim Faschingsreiten am Rosenmontag zu. Mehr als 20 Kinder und Jugendliche kommen als Zauberer, Cowboys, Katzen oder Prinzessinnen verkleidet in die Reithalle. Reitlehrerin Marianne Gohdeorganisiert mit Unterstützung der Eltern verschiedene Reiterspiele. Die geduldigen Schulpferde lassen sich vom bunten Treiben nicht aus der Ruhe bringen – allen voran Wallach Tristan, der seine verkleideten Reiter gelassen trägt. Zum Dank erhalten die Pferde am Ende eine Extraportion Möhren.

Im Frühjahr steht erneut die Ausbildung der Vereinsmitglieder im Mittelpunkt. Nach zwei Wochen intensiver Vorbereitung bestehen 20 Lehrgangsteilnehmerinnen erfolgreich den Basispass und/oder das Deutsche Reitabzeichen der Klassen IV und III. Die Richter Egon Neumann und Günter Rückert bescheinigen den Teilnehmerinnen „überdurchschnittlich gute“ Leistungen. Für die Vorbereitung in Dressur, Springen und Theorie zeichnen Marianne Gohde und Peter Kirchhoff verantwortlich. Besonders erfolgreich sind Hilke Draeger, Donja Hinrichs, Julia Flügge und Anja Ziegler, die in Dressur beziehungsweise Springen die besten Leistungen des Lehrgangs zeigen.

Auch die jüngsten Vereinsmitglieder finden ihren Einstieg in den Voltigiersport. Unter der Leitung von Brigitte Hopp beginnt eine Gruppe von sechs- und siebenjährigen Kindern mit ihren ersten Übungen. Das erfahrene Schulpferd Tristan erweist sich dabei einmal mehr als ausgesprochen geduldiger Partner und lässt sich selbst von einer ganzen Schar begeisterter „Voltigierzwerge“ nicht aus der Ruhe bringen.

Im Sommer beginnt für die Schulpferde der wohl angenehmste Teil des Jahres. Reitlehrer Reinhard Königund seine jugendlichen Schülerinnen bringen Gustav, Apollo, Rhamadan, Rainman, Flairon, Why Not und Tristan auf eine große Weide an der Seeve. Dort dürfen die Pferde ihre wohlverdiente Sommerpause genießen, während der Schulbetrieb bis Anfang August ruht. Für die Reiterinnen wird das traditionelle Freilassen der Pferde mit einem gemeinsamen Picknick verbunden.

Im August geht ein langjähriger „emsiger Arbeiter“ des Vereins in Rente: Im Alter von 22 Jahren und nach neun Jahren als Schulpferd erhält der Schimmel Gustav sein Gnadenbrot. Bis zu seinem 13. Lebensjahr war Gustav als Springpferd aktiv, bevor ihn der Verein als Schulpferd übernahm. Zahlreiche Anfänger erlernen auf dem ehemaligen M-Springpferd das Reiten und schätzen besonders seine Geduld und Zuverlässigkeit. Auf dem Hof der Familie Rißmann bei Sittensen genießt Gustav fortan gemeinsam mit drei anderen Pferden sein Leben auf der Weide. Besonders schwer fällt der Abschied der 14-jährigen Katharina Völsch, die sich intensiv um Gustav gekümmert und ihn regelmäßig geritten hat. Die Freude ist umso größer, als sie feststellt, dass er sich in seinem neuen Zuhause wohlfühlt und sie ihn jederzeit besuchen kann.

Im September können auch die Voltigierer schöne Erfolge feiern. Beim Voltigierturnier in Brietlingen erreicht die C-Gruppe mit der Wertnote 4,198 den 3. Platz. Einen Tag später startet die Nachwuchsgruppe beim Turnier in Appenbüttel. Die DN-Gruppe erreicht mit 3,589 einen hervorragenden 2. Platz. Für Jana Diedrichsen, Lisa Marie Fricke, Franziska Wolf und Vivien Pertek ist es sogar der erste Turnierstart überhaupt. Trainerin Brigitte Hopp zeigt sich entsprechend stolz auf ihre jungen Schützlinge.

Am 4. und 5. Oktober richtet der Verein sein traditionelles Herbstturnier auf der Anlage am Kleckerwaldweg aus. Rund 200 Reiter mit etwa 200 Pferden und rund 500 Starts treten in Dressur- und Springprüfungen der Klassen E bis L an. Zahlreiche freiwillige Helfer sorgen für einen reibungslosen Ablauf und eine herbstlich geschmückte Reitanlage. Die positive Resonanz fällt entsprechend deutlich aus: Das Turnier wird in der Presse als „gelungene Werbung für unseren Sport“ und mit dem Prädikat „bemerkenswert“ gewürdigt.

Sportlich bestimmt vor allem Claus-Heinrich Bohlmann aus Helmstorf das Springgeschehen. Der frühere Junioren-Europameister und Deutsche Meister gewinnt die Stilspringprüfung der Klasse L und belegt im schweren L-Springen mit Stechen gleich die Plätze drei, vier und fünf. Den Sieg im L-Springen mit Stechen erringt Konrad Wolf vom RFV Meckelfeld mit Luksor. In der Dressur gewinnt Nadine Bodag vom RFV Visselhövede mit Hayek die schwerste Prüfung der Klasse L. Für den Gastgeber überzeugen Maja Piper mit Filia und Sarah-Christina Stübner mit Warino, die die ersten beiden Plätze der vereinsinternen Wertung belegen.

Im Rahmen des Herbstturniers wird außerdem Paul Klenner für 20 Jahre Vereinsarbeit als zweiter Vorsitzender geehrt. Der damalige Vorsitzende Gunter Mohr überreicht dem 81-jährigen Besitzer der Bendestorfer Reitanlage einen Präsentkorb und würdigt damit dessen langjähriges Engagement für den Verein.

Großer Beliebtheit erfreut sich weiterhin der Springunterricht von Helmut Mill. Seit sieben Jahren nutzen Vereinsmitglieder am Donnerstagabend diese Trainingsmöglichkeit. Inzwischen nehmen rund 25 Reiterinnen und Reiter regelmäßig daran teil, sodass die letzten Teams manchmal erst nach 22 Uhr an die Reihe kommen. Dann steht mitunter schon Paul Klenner in der Tür, der normalerweise um diese Zeit den Stall abschließt. Doch auch er freut sich über den Eifer der Springreiter. Helmut Mills Unterricht zeichnet sich durch Geduld, genaue Beobachtung und viel persönliche Betreuung aus. Sein Grundsatz lautet: „Jeder bekommt die Zeit, die er braucht.“ Dabei zählt er die Sprünge seiner Schützlinge laut mit, fiebert bei jedem Parcours mit und spart neben notwendiger Kritik auch nicht mit Lob.

Auch auf Kreisebene gibt es einen besonderen Erfolg zu feiern: BRVK-Mitglied Stefanie Hofmann wird mit One and Only Kreismeisterin im Dressurreiten der Junioren.

Den Abschluss des Vereinsjahres bildet traditionell die Weihnachtsfeier am dritten Advent in der Reithalle. Trotz zahlreicher krankheitsbedingter Ausfälle gelingt den Beteiligten ein stimmungsvoller Nachmittag. Den sportlichen Auftakt bildet eine Springquadrille, für die Reitlehrerin Catharina Peters mit den Ersatzpferden kurzfristig noch einmal intensiv trainiert. Selbst die erst vierjährige Lara Schmell springt spontan als kleiner Engel ein.

Der Höhepunkt für die Kinder ist der Einzug des Weihnachtsmannes hoch zu Ross, begleitet von fünf Engeln. In einem der Presseberichte wird Schulpferd Rhamadan als sein vierbeiniger Begleiter genannt. Die Engel verteilen süße Tüten an die Kinder, nachdem diese Gedichte vorgetragen haben. Anschließend werden traditionell auch die Schulpferde beschert. Das geplante Weihnachtsmärchen muss wegen eines Bandscheibenvorfalls der Regisseurin ausfallen; Jennifer Zabel und Conny Fiedler lesen stattdessen ein Weihnachtsmärchen vor. Bei heißem Kakao, Punsch und Gebäck klingt das Vereinsjahr schließlich gemütlich zwischen den Pferdeboxen aus.

2004

Es ist das Jahr der feierlichen Ehrungen, sportlichen Erfolge und besonderer Lehrgänge. Schon zu Beginn des Jahres geht es allerdings ausgesprochen närrisch zu: Beim Faschingsreiten in der Bendestorfer Reithalle lassen sich die geduldigen Pferde von Zauberern, Cowboys, Katzen und Prinzessinnen nicht aus der Ruhe bringen. Reitlehrerin Marianne Gohde organisiert Spiele hoch zu Ross, bevor die Vierbeiner zum Abschluss mit einer Extraportion Möhren belohnt werden.

Nach langjähriger Vereinsarbeit beendet Paul Klenner aus Altersgründen seine Mitarbeit im Vorstand. Klenner gehört dem Verein seit der Gründung 1972 an und war rund 20 Jahre als Zweiter Vorsitzender tätig. Auf der Mitgliederversammlung ehrt Almut Eutin, Präsidentin des Kreissportbundes Harburg-Land, Paul Klenner mit der Silbernen Ehrennadel des Kreissportbundes Harburg-Land. Die Mitglieder erheben sich zu einem langen Applaus und danken damit „ihrem Paul“ für seinen jahrzehntelangen Einsatz. Als neue Stellvertretende Vorsitzende wird Donja Hinrichs gewählt.

Im Frühjahr steht der reiterliche Nachwuchs im Mittelpunkt. Nach zwei Wochen intensiver Vorbereitung bestehen alle 18 Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Prüfungen zum Basispass sowie zu den Deutschen Reitabzeichen der Klassen II, III und IV. Für die Ausbildung in Dressur, Springen und Theorie sorgen Marianne Gohde und Nicole Thüngen. Besonders erfolgreich ist Jessica Goltzsche, die mit zweimal 8,0 in Dressur und Theorie sowie einer 7,4 im Springen die beste Leistung erzielt. Maja Piper besteht das Reitabzeichen Klasse II und später mit ihrer Stute Fillia auch das disziplinspezifische Reitabzeichen Silber/Dressur.

Auch die jungen Voltigierer machen auf sich aufmerksam. Beim Einsteiger-Voltigierturnier in Appenbüttel beweisen die Bendestorfer Nachwuchsgruppen großen Teamgeist. Die erst seit dem vergangenen September trainierende Schrittgruppe DN I unter Longenführer Sebastian Hopp und Assistentin Maike Rienow erreicht mit 4,363 Punkten einen beachtlichen Platz. Die Schrittgruppe DN II wird mit 5,137 Dritte, die Galoppgruppe DN erreicht mit 3,694 sogar den zweiten Platz. Zu den jüngsten Teilnehmern gehören Kinder im Alter von gerade einmal sechs Jahren.

Die langjährigen Ausbilder Brigitte Hopp für das Voltigieren und Reinhard König für den Reitunterricht werden zu Ehrenmitgliedern ernannt. Die offizielle Ehrung findet anlässlich des traditionellen Pfingstturniers am 29. und 30. Mai statt. In einer mit Blumen geschmückten Friesenkutsche drehen Brigitte und Reinhard schwungvolle Ehrenrunden zwischen den Hindernissen, bevor sie feierlich ihre Urkunden erhalten.

Das Pfingstturnier entwickelt sich auch sportlich zu einem Höhepunkt des Jahres. Rund 900 Nennungen und etwa 400 Pferde gehen an den beiden Turniertagen an den Start, rund 1.500 Zuschauer verfolgen Dressur- und Springprüfungen bis zur Klasse M. Der erst 18-jährige Julian Goldmeier vom RFS Sieversen gewinnt mit La Digue die Kreismeisterschaft der Senioren im Springen. Bei den Junioren siegt Ann-Katrin Czyych mit Giovanna. Im M-Springen mit Stechen gewinnt Thomas Lehmann auf Sherwood den Ehrenpreis des Porsche-Zentrums. Für den Gastgeber gibt es ebenfalls Grund zur Freude: Sarah-Christina Stübner gewinnt mit Warino die L-Dressur, und Maja-Patricia Piper macht mit Fillia in dieser Prüfung ebenfalls eine gute Figur. Das Turnier lebt dabei nicht nur von den sportlichen Leistungen: Die Presse hebt ausdrücklich die vielen Helferinnen und Helfer hervor, die für den reibungslosen Ablauf sorgen.

Im Herbst engagieren sich 15 Vereinsmitglieder bei einem Arbeitseinsatz im Kleckerwald. Mit Leitern, Sägen, Heckenscheren und Schaufeln werden die Reitwege von großen Steinen und dicken Ästen befreit. Nach mehr als drei Stunden Arbeit heißt es auf einer Strecke von rund drei Kilometern wieder „Freie Bahn“ für die Buschreiter.

Mehr als 20 Pferdefreunde des BRVK besuchen außerdem die Polizeireiterstaffel in Hannover. Nach einer theoretischen Einführung erleben sie das Training der Polizeipferde und sehen, wie die speziell ausgebildeten Tiere ruhig durchs Feuer und durch ein Transparent gehen. Ein Film über die Aufgaben der Polizeistaffel rundet den Besuch ab.

Ein besonderer Höhepunkt folgt im November: Sportwartin Conny Fiedler holt den erfolgreichen Vielseitigkeitsreiter und Olympiateilnehmer Andreas Dibowski für einen dreitägigen Springlehrgang nach Bendestorf. Die 20 Teilnehmerplätze sind innerhalb weniger Tage ausgebucht. In sechs Gruppen trainieren Reiter im Alter von elf bis 72 Jahren Theorie und Praxis. Zu den Jüngsten gehört Janou Mayer mit ihrem Pony Redwood, während auch erfahrene Vereinsmitglieder von Dibowskis Unterricht profitieren. Die Begeisterung ist so groß, dass bereits für das folgende Jahr ein weiterer Lehrgang vereinbart wird.

Sabine Stürmer absolviert im April einen Lehrgang zur Berittführerin und begleitet anschließend auf Wunsch Schulreiter bei Ausritten. Damit stärkt der Verein zugleich sein Angebot für das Reiten außerhalb der Halle.

Den Jahresabschluss bildet eine besonders gut besuchte Weihnachtsfeier mit mehr als 400 Mitgliedern und Gästen. Die Kinder führen gemeinsam mit Ponys das Märchen „Schneewittchen“ auf; das Drehbuch stammt von Janny Gohde, Donja Hinrichs und Charlotte Spelten. Voltigierer treten als Nikoläuse auf, Anna Dahler und Lina Hinrichs zeigen auf ihren Ponys augenzwinkernd, wie Anfänger in Bendestorf das Reiten lernen, und eine Quadrille mit acht festlich geschmückten Pferden sorgt für einen weiteren Höhepunkt. Als schließlich das Licht in der Halle ausgeht, reitet Weihnachtsmann Rainer Schnell, begleitet von drei Engeln, ein und beschert Kinder und Pferde – ein stimmungsvoller Abschluss eines ereignisreichen Vereinsjahres.

2005

Der Voltigierausbilder-„Nachwuchs“ macht sich. Meike König, Tanja Röhrs und Regina Tischer unterstützen Brigitte Hopp seit über einem Jahr. Meike und Tanja schließen erfolgreich ihre Ausbildung zum Trainer C ab. Mit 14 Voltis und den Pferden „Padira“ und „Apollo“ nehmen sie am Volti-Camp in Hohenhameln teil. Ein Arbeitsdienst „Reitwege im Gelände“ wird durchgeführt, aber leider ist es mit Freischneiden nicht getan. Einige Reitwege sind kaum bereitbar, da zu tief und nass. Auf Initiative von Sabine Stürmer finden Treffen mit der Gemeinde, dem Forstamt und Wegebaufirmen statt, um mögliche Maßnahmen und Kosten zu besprechen. Unebene Wege werden mittels Radlader verbreitert und glattgezogen. Ein neuer Weg wird angelegt und im Mai feierlich eingeweiht.

2006

Die Suche nach einem neuen Voltigierpferd ist endlich erfolgreich: Der hübsche dunkelbraune Fares ist 10 Jahre alt, 173 cm groß und eignet sich damit sehr gut für die jugendlichen Voltis.
Beim Pfingstturnier sind über 85 Helfer im Einsatz – der „harte Kern“ wie immer über vier volle Tage. Die Bendestorfer Reiter freuen sich über viele Erfolge: Janou Meyer wird mit Redwood Kreismeisterin im Springen LK 6, Donja Hinrichs mit Calido Ass und Franziska Hunck erringen Silber in der LK 4 und 3. Regina Wittlinger freut sich riesig über ihre beiden zweiten Plätze mit Gershwin in der Dressurreiterprüfung und Stilspringprüfung Kl. A. Dass es das letzte BRVK-Pfingstturnier sein wird, ahnt zu diesem Zeitpunkt niemand.

2007

Im Februar findet ein Gelassenheits-Kurs mit abschließender Prüfung statt. 19 Pferde, darunter auch die Schulpferde, zeigen, dass sie sich von plötzlich aufsteigenden Luftballons, aufploppenden Regenschirmen, Flatterbändern u. ä. nicht schrecken lassen.Zur Grünkohl-Party kommen 128 Vereinsmitglieder und Gäste – das ist Rekord.Als die Vorbereitungen zum Herbstturnier bereits in vollem Gange sind, trifft ein Aushang der Familie Kröger die Mitgliedschaft schwer. 28.08.2007: Per Aushang am Schwarzen Brett kündigt Familie Kröger überraschend dem BRVK. Auch das Herbstturnier darf nicht mehr stattfinden. Bis zum Jahresende muss eine neue Bleibe gefunden werden. Ein schwieriges Unterfangen, denn nicht nur 7 Boxen, sondern
auch feste Hallenstunden für Reit- und Voltigierunterricht werden benötigt. Über 20 Ställe in der näheren Umgebung werden sondiert. Der Reit- und Fahrverein Nordheide zeigt sich solidarisch und bietet seine Hilfe an. Nach mehreren Treffen beider Vorstände zeichnet sich ab, dass auf der Reitanlage in Jesteburg beide Vereine zusammen ein sehr attraktives Angebot im Reit- und Voltigierunterricht anbieten können. Freie Boxen mit Außenfenster sowie eine eigene Weide für die Bendestorfer Schulpferde sind vorhanden. Bei den außerordentlichen Mitgliederversammlungen stimmen beide Vereine für den Umzug Ende Dezember geht dieser über die Bühne: Die Schulpferde werden nach Jesteburg geritten und das Vereinsmaterial mit LKWs zum neuen Domizil gebracht.

2008 – 2019

in Recherche
(Wenn Sie bis zu diesem Punkt gekommen sind als Leser und haben eventuell noch Material zu dieser Zeitspanne, würden wir uns sehr freuen um Zusendung an info@brvk.de)

2020

In diesem Jahr wurde unsere Stute Damigella für die M-Gruppe gekauft.

2021

BRVK 2021 Im Frühling herrschen noch immer die Auswirkungen der Corona-Pandemie – Gruppenunterricht ist nicht möglich. Doch der Verein lässt sich nicht entmutigen: Im Stall Eichhof wird kurzerhand auf Einzelvoltigieren umgestellt. Die Voltigierer trainieren mit Abstand, aber nicht weniger Motivation. Dann die nächste Hiobsbotschaft: Der Verein wird vom Eichhof gekündigt – ein erneuter Umbruch steht bevor. Eine lange und intensive Suche nach einer neuen Bleibe beginnt. Viele Ställe werden besichtigt, unzählige Gespräche geführt. Doch der Verein steht zusammen. Nach einer außerordentlichen Mitgliederversammlung ist klar: Der Zusammenhalt ist groß, zahlreiche Mitglieder unterstützen tatkräftig bei der Neuorientierung. Schweren Herzens wird das zuverlässige Voltigierpferd Sirius verkauft – ein emotionaler Schritt, aber notwendig, um die Zukunft des Vereins zu sichern. Im Herbst ist es schließlich so weit: Der Umzug auf den Hof Wasserberg wird Realität. Rund 25 Voltigierer und zwei Pferde ziehen mit. Die neue Anlage bietet beste Voraussetzungen – und wäre ohne den unermüdlichen Einsatz der Mitglieder nicht möglich gewesen. Zahlreiche Arbeitsdienste werden geleistet, Böden gesäubert, Materialien sortiert, und jeder packt mit an. Der Verein startet mit frischem Elan in eine neue Phase – gemeinsam, gestärkt, mit Blick nach vorn.

2022

Ein Jahr des Wandels – aber auch eines der Chancen. Im Frühjahr verlässt Trainerin Anja Rieger den Verein. Mit ihr löst sich die M-Gruppe auf, die über viele Jahre hinweg fester Bestandteil des sportlichen Vereinslebens war. Doch der Blick geht nach vorn. Ein neuer Vorstand übernimmt das Ruder: Kerstin wird zur 1. Vorsitzenden gewählt, Laura übernimmt den Posten der 2. Vorsitzenden, und Doris sorgt als Kassenwartin für den finanziellen Überblick. Auch auf Trainerseite gibt es frischen Wind – Kerstin, Laura, Milena und Amelie übernehmen Verantwortung und gestalten das Training mit viel Engagement und Herzblut. Ein neues Holzpferd ergänzt seitdem den Fuhrpark – ideal für kreative Übungseinheiten und Turniervorbereitung.

Im Juni geht es dann für gleich zwei Teams zum Holzpferdeturnier nach Fredenbeck. Team Bendestorf 1 holt den 1. Platz, Team 3 sichert sich einen tollen 3. Platz – ein voller Erfolg! Auch beim Turnier in Lehrte-Arpke im September zeigen Team Bendestorf 1 und 2 starke Leistungen: Platz 4 für Team 1, Platz 5 für Team 2 beim allerersten Start – die Nachwuchstalente sind auf dem Vormarsch. Im selben Monat zeigt sich der Verein auf dem Samtgemeindefest von seiner besten Seite: Mit Waffel- und Süßigkeitenverkauf, buntem Kinderschminken und Showeinlagen auf dem Holzpferd begeistern die Voltigierer große und kleine Gäste. Ein weiteres Highlight folgt wenig später: Der BRVK feiert sein 50-jähriges Jubiläum – und das auf dem Hof Wasserberg. Gemeinsam mit aktiven und ehemaligen Mitgliedern, Freunden und Unterstützern wird dieser besondere Meilenstein gebührend gefeiert. Den krönenden Abschluss des Jahres bildet das Longierabzeichen im Herbst. Unter der Leitung von Werner Herrig stellen sich die Vereinsmitglieder der Herausforderung: Kati Link besteht das LA 5 mit Bravour, ebenso wie Milena Gärtner mit Damigella und Amelie Gnauke mit Domingo. Laura Koch-Kohlmus legt das LA 4 mit Domingo erfolgreich ab. Ein intensives Jahr – mit vielen Veränderungen, großem Einsatz und schönen Erfolgen.

2023

Dieses Jahr startet mit einem festlichen Höhepunkt: Zur Neujahrsfeier kommen Voltigierer, Eltern und Freunde zusammen. Die Eltern zaubern ein reichhaltiges Buffet, und alle Voltigiergruppen bringen märchenhafte Vorführungen auf die Bühne – ein gelungener Auftakt ins neue Jahr. Kurz darauf nehmen alle Trainerinnen sowie der erweiterte Vorstand an einem Erste-Hilfe-Kurs teil – Sicherheit steht an erster Stelle. Im Februar geht es sportlich weiter: Beim Holzpferdeturnier des RV Bockhop treten alle Gruppen Bendestorf 1 bis 5 sowie Milena und Laura im Einzel an. Nur einen Monat später folgt das Turnier beim APV Hamburg, diesmal mit einem starken Aufgebot im Doppel: Eva und Kati Drevs sowie Milena und Kati Link zeigen tolle Küren. Auch Laura, Milena und Kati Link präsentieren sich im Einzel. Der Sommer bringt mit Ingo Kührmann als engagiertem „Abäppler“ von Montag bis Freitag eine zuverlässige Hilfe im Stallalltag – eine wertvolle Unterstützung. Im Juni glänzen Bendestorf 1 und 3 erneut beim Holzpferdeturnier in Fredenbeck – die Trainingsarbeit trägt Früchte. Während der Sommerferien öffnet der Verein die Türen für Interessierte: Im Rahmen von „Jugend Aktiv“ findet eine Voltigierprobestunde statt, die großen Anklang findet. Ein weiterer Höhepunkt folgt im August beim Dorffest in Bendestorf. Der BRVK ist mit einem Stand vertreten – es gibt Waffeln, Süßigkeiten und Kinderschminken. Auf dem Holzpferd und mit dem Voltigierpferd zeigen die Aktiven ihr Können. Die neue Vereinskleidung von Bendestorf 1 wird stolz präsentiert – ein echter Hingucker. Kurz darauf dann ein tiefer Einschnitt: Trainerin Kati Link verlässt den Verein. Und auch der Hof Wasserberg wird zum Ende des Sommers gekündigt. Im September zieht der Verein nach Harmstorf um – erneut mit viel Engagement und Teamgeist. Trotz aller Veränderungen nehmen Milena mit Domingo und Laura mit Biene erfolgreich an der Reiterrallye des Ponyclubs Ohlendorf teil. Im Oktober schließt Laura erfolgreich den Trainer C Lehrgang ab – ein weiterer Baustein für die Zukunft des Vereins. Und auch beim Programm „Scheine für Vereine“ von REWE zeigt sich der Zusammenhalt: Viele Mitglieder sammeln fleißig mit, und so können tolle neue Trainingsutensilien angeschafft werden. 2023 – ein Jahr voller Bewegung, Herausforderungen und starkem Zusammenhalt.

2024

Das Jahr startet sportlich: Beim Holzpferdeturnier des APV Hamburg im Januar sind gleich mehrere Gruppen aus Bendestorf vertreten. Laura Koch-Kohlmus glänzt in der Einzelkür der Klasse A. Auch im März zeigen unsere Dienstagsgruppen beim Turnier in Brietlingen starke Leistungen – mehrere Platzierungen unter den besten Fünf sind der verdiente Lohn für konsequentes Training.Im Sommer folgen zwei ereignisreiche Wochenenden mit über 30 Voltigiererinnen und Voltigierern. Bei einem Trainingswochenende mit Prüfung können sie an mehreren Stationen ihr Können unter Beweis stellen. Alle erhalten eine Urkunde und eine Schleife – der Stolz ist groß, das anschließende Buffet in der Stallgasse rundet die Tage perfekt ab.
Auch bei den Reiterrallyes ist der BRVK aktiv: Im August starten Domingo und Biene bei Romis Reiterrallye, im September folgen erfolgreiche Teilnahmen am Reiterrallye Cup Fitzen sowie beim Ponyclub Ohlendorf. Im Oktober vertreten beide Pferde den Verein beim Reitverein Reiterhof Rüter e.V. – und zeigen sich wieder einmal von ihrer besten Seite.Beim Dorffest in Harmstorf sorgen beide Pferde und unsere Voltigierer für Begeisterung. Trotz Hüpfburg und Trubel bleiben die Pferde entspannt – eine großartige Leistung. Ebenfalls im Sommer wird die Feuerwehr Bendestorf auf dem Vereinsgelände begrüßt. Sie führt ein Pferdetraining durch – ein spannender Austausch für beide Seiten.Im Oktober ein großer Meilenstein: Der Verein übernimmt die gesamte Anlage in Harmstorf zur Pacht. Mit viel Engagement und Gemeinschaftsgeist wird das neue Zuhause weiter verschönert – beim Arbeitsdienst werden Unkraut entfernt, Dachrinnen gesäubert, neue Dinge im Stall montiert und Sand im Paddock verteilt. Im November findet zum ersten Mal ein Grünkohlessen im Gasthaus „Der Harmstorfer“ statt. Ein gemütlicher Abend mit Darbietungen auf dem Holzpferd und einer besonderen Ehrung für den Verein, der das Seminar „Gegen sexualisierte Gewalt im Sport“ erfolgreich abgeschlossen hat.Der Dezember steht ganz im Zeichen der Vorweihnachtszeit: Beim Lebendigen Adventskalender in Harmstorf erfreut sich das Publikum an leckerem Essen, Getränken und einer Holzpferdevorführung. Auch der Adventsbasar ist ein voller Erfolg – der BRVK verkauft Waffeln, die reißenden Absatz finden. Neue Kooperationen entstehen: Der Reitverein wird Partner des Faslamsclubs Harmstorf und arbeitet künftig eng mit den Feuerwehren zusammen. Gemeinsam wird im Frühjahr Fasching gefeiert, im Herbst begeistert Halloween mit vielen tollen Kostümen. 2024 – ein Jahr des Aufbruchs, der neuen Partnerschaften und der starken Gemeinschaft.

2025

Auch in diesem Jahr war bei uns wieder viel los und wir haben gemeinsam viele schöne Momente erlebt. Fasching wurde mit vielen tollen Kostümen, geschmückten Pferden und bester Stimmung gefeiert.

Im Juni starteten unsere Voltigiergruppen beim Turnier in Drochtersen. Bendestorf 1 und Bendestorf 3 gingen an den Start und sammelten gemeinsam mit den Pferden und Trainern wertvolle Turniererfahrungen. Ebenfalls im Juni fand ein Trainingswochenende mit mehr als 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmern statt. Viele unserer Voltigierer konnten dabei ihr BRVK Motivationsabzeichen ablegen.

Domingo und Biene starteten mit Laura und Chrissi auf mehreren Reiterrallyes. Sie nahmen erfolgreich in Horneburg, beim RV Estetal, beim Stall Rueter in Wetzen und beim Ponyclub Ohlendorf teil.

Im September folgte der zweite Voltigierstart des Jahres beim Turnier in Fredenbeck. Bendestorf 1 und Bendestorf 2 gingen als Gruppen an den Start. Ausserdem trat ein Doppel mit Christina K. und Lisa Marie F. an. Besonders freuen durften wir uns über den tollen zweiten Platz von Bendestorf 2.

Beim Bendestorfer Dorffest waren wir ebenfalls vertreten. Mit einer Parade über das Dorffest, verschiedene Voltigiervorführungen auf unseren beiden Vereinspferden und unserem Holzpferd „Gerda grün“, geführtem Reiten und einem grossartigen und abwechslungsreichen Kuchenbuffet haben wir zu einem erfolgreichen Dorffest beigetragen.

In der Halloweenwoche wurde es bei uns wieder gruselig. Die Pferde wurden bunt bemalt und viele fantasievolle Kostüme sorgten für tolle Halloween Stimmung.

Im November fand unser traditioneller Vereinsschmaus mit Grünkohlessen und einer Vorführung auf dem Holzpferd „Gerda grün“ im Gasthaus „Der Harmstofer“ statt. Dank unseres DJ´s Stefan K. hatten wir während des ganzen Abends tolle Musik und konnten ordentlich das Tanzbein schwingen.

Ein großes Highlight ebenfalls im November war die Einweihung unseres neuen „Movies“ namens „Bernhard Beige“, der durch eine erfolgreiche Spendenaktion verwirklicht werden konnte. Dieser elektronisch betriebene Voltigierroboter simuliert die Bewegungsabläufe eines echten Pferdes und ermöglicht uns ab sofort ein besonders intensives und zugleich pferdeschonendes Training.

Auch beim Adventsbasar in Bendestorf und Harmstorf waren wir mit einem eigenen Stand und vielen Leckereien dabei. Beim lebendigen Adventskalender in Harmstorf gab es Gluehwein, Schmalzbrote und ein besonderes Weihnachtstraining mit unseren Voltigierern.

Zweimal im Jahr konnten interessierte Kinder und Jugendliche unseren Sport bei den Jugend Aktiv Schnupperkursen kennenlernen. Sowohl im Fruehling als auch im Herbst waren diese sehr gut besucht.

Im April und im September fanden unsere Arbeitsdienste statt. Gemeinsam wurde der Hof auf Vordermann gebracht und neu gestaltet. Im Frühjahr haben wir unter anderem für unsere Pferde neue Paddockplatten verlegt. Die arbeitsreichen Tage ließen wir jeweils bei einem gemütlichen Beisammensein mit Grillen, Buffet und vielen netten Gesprächen ausklingen.

Ein besonderes Erlebnis war außerdem die Teilnahme von Biene und Laura K. am Distanzritt über 28 Kilometer in Schneverdingen beim Thomashof. Dort galt wie immer das Motto: heil ins Ziel kommen ist schon ein Gewinn.

Ein tolles und erfolgreiches Jahr hat auch unser Mitglied Isabella K. mit grossartigen Turniererfolgen im Springen in der Klasse E und A vorzuweisen.